Freitag, früher Morgen: Unerschrockene Turner reiben sich den Schlaf aus den Augen und treten ihre
Reise in Richtung Berge, Schnee und Sonne an und wurden prompt für ihr frühes Aufstehen belohnt.
Es zeigt sich ein sonniges Arosa mit fast leeren Pisten. Nächtigen durften wir dieses Jahr im Hotel
Hohenfels.


Mit Erstaunen mussten einige beim gemütlichen Zwätschge Luz-Trinken im Freien feststellen, dass es
in den Bergen durchaus kühl werden kann. Der erfahrenste Gebirgsspezialist aus unseren Reihen hält
fest, dass es auch schwachsinnig sei, im Januar einen Zwätschge Luz im Freien zu geniessen, dies
mache man erst im März. So half nur das schnelle Austrinken und zurück auf die Piste! Das
Mittagessen wurde in der Sit-Hütte eingenommen, wo auch schon das nächste Problem für einige
auftrat; hätte man besser gelesen, hätte man keinen veganen Burger essen müssen…


Nach einem Skitag wie aus dem Bilderbuch, einem kurzen Abstecher in die Après-Ski-Bar und noch
kürzeren Herrgöttlis im Hotel machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, denn das Abendessen fand
im entlegenen Berggasthaus Heimeli statt. Kurz noch Glühwein getankt, ging es mit dem Zug los nach
Langwies, wo wir nach kurzem aber halsbrecherischem Fussmarsch entlang der Hauptstrasse von
zwei Schneemobilen abgeholt wurden und ins besagte Gasthaus gefahren wurden. Drei arme
Gestalten fanden jedoch keinen Platz auf den Schneemobilen und mussten den ersten Teil des
Weges zu Fuss antreten, bis sie später wieder aufgegabelt wurden. Dies war nicht weiter schlimm,
denn einer der drei war mit einem Flachmann Schnaps und spannenden, sich den ganzen Abend
hinüber wiederholenden Militärgeschichten ausgestattet. Das Abendessen war ausgezeichnet und bis
auf ein lauwarmes Bier gab es nichts zu beanstanden. Auf dem Rückweg waren wir uns selbst
überlassen, bekamen je einen Schlitten und legten den Rückweg nicht motorisiert zurück. Alle fanden
den Weg und jeder war reif für den wohlverdienten Schlaf.


Ein wenig bewölkter als der Vortag, aber immer noch überdurchschnittlich schön, präsentierte sich der
Samstag. Dieser wurde auch in vollen Zügen genossen und genutzt. Gestärkt nach dem Mittagessen
in der Tschuggenhütte ging es für die meisten wieder auf die Piste, während sich andere bald schon in
Après-Ski-Laune brachten. Es wurde die perfekte Abfahrt vom Brüggerhorn zum Prätschli entdeckt.
Vor allem für die Snowboarder unter uns war dies wohl einer der Höhepunkte des Wochenendes; wo

sonst, wenn nicht auf dieser Piste, kann man das An- und Abziehen des Boards so gut üben. Hin und
wieder konnte sogar ein Stück gefahren werden! Die verdienten Biere im Après-Ski schmeckten dafür
umso besser. Das Feiern machte natürlich auch hungrig und so fanden wir uns am Tisch vom
Restaurant Erzhorn wieder und genossen ein deftiges Cordon Bleu. Natürlich blieb auch dieses
Abendessen nicht ganz ohne Zwischenfall, denn es musste ein männliches Mitglied unserer Gruppe
aus der Frauentoilette gerettet werden. Da der ungeduldige Zeitgenosse nicht warten konnte, bis eine
Kabine auf dem Männerklo frei wurde, musste die Frauentoilette durch den Retter geräumt werden
unter dem Vorwand, dass „wir diese kurz putzen“. Die Luft war rein, der Gefangene wurde gerettet.
Die Nacht war geprägt von Geselligkeit, heiterem Zusammensein und dem einen oder anderen Bier.
Am Sonntag begaben sich nur die allerhärtesten aus unseren Reihen auf die Piste. Der verbleibende
Rest der Gruppe tankte Sonne auf den Liegestühlen der Tschuggenhütte und liessen so dieses
supertolle Skiweekend ausklingen.

 

Ein herzliches Dankeschön den Organisatoren!

 

Für den Turnverein, Timon Spühler