Turnfahrt 2016Unser Turnverein machte das Tessin unsicher!

 

Die diesjährige Turnfahrt führte uns zum Tor des Südens, ins schöne Tessin.

Erst mussten von den 17 unternehmenslustigen Turnerinnen und Turner Berge

erklommen und schwindelerregende Höhen in Angriff genommen werden, bis man sich die

ersten spätsommerlichen Sonnenstrahlen auf dem Monte Tamaro verdient hatte.

 

Nach einem Fussmarsch von Riviera aus bis zur Mittelstation, genossen wir einige

Stunden zwischen mächtigen Buchen im Seilpark Parco Avventura. Es führte eine Etappe

zur nächsten, wobei sich die Schwierigkeit stets steigerte und so einige zum frühzeitigen

Ausstieg zwang. Andere wagten sich bis zur extremsten Route vor, trotzten dem Stau

hinter italienischen Touristen und überstanden den Zielschuss per Tyrolienne ohne sich im

riesigen Fangnetz zu verheddern. Nach einer verdienten Stärkung zog es uns auf die

Spitze des Monte Tamaro, welche komfortabler Weise auch mit der Seilbahn erreichbar

ist. Dort folgte nach einer Rodelrunde bei einer herrlichen Aussicht auf die Voralpen ein

Gipfelkaffee oder Ähnliches. Unser weiterer Weg führte uns zurück ins Tal und mit dem

Zug nach Lugano.

 

Die Nacht verbrachten wir dort in der Jugendherberge, welche wir nach einer kleinen Bus-

Odyssee tatsächlich erreichten. Bevor wir angenehm und zufrieden einschlummerten,

konnten wir uns an Luganos Riviera verköstigen und das Luganer Nachtleben austesten,

wenn auch der Verdacht aufkam, dass gewisse Kellner sich nicht besonders an

turnreisenden Touristen erfreuten und sehr viel Charme seitens anwesender Turnerinnen

erfordert war, ihm etwas Freundlichkeit abzugewinnen.

 

Der zweite Tag brachte in vielerlei Hinsicht Abwechslung mit sich. In vier Gruppen

starteten wir auf dem Galileo Galilei Foxtrail die grosse Suche nach einer grünen Truhe

und wanderten bei wechselhaftem Wetter auf den Spuren von längst vergessenen Rittern

durch die ganze Stadt Lugano. Die aussergewöhnliche City-Tour bot neben schönen

Ausblicken, körperlicher Betätigung, auch knifflige Aufgaben und Überraschungen.

 

Nach einem gemütlichen Mittagessen, konnte jeder für sich noch etwas durch Luganos Gassen

flanieren, bevor wir uns auf die Rückreise machten. Spätestens am Sonntagabend, als wir

bei strömenden Regen die Nordseite des Gotthards erreichten, waren wir zurück in der

Realität und so suchte sich jeder ein gemütliches Plätzchen – sitzend und liegend, auf

Bänken und Taschenablagen, um in Ruhe den Heimweg zu geniessen.

 

Herzlichen Dank an die Organisatorinnen Nadine und Seraina Merkt, es war ein

gelungenes Wochenende.

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