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Turnfahrt 2022

Um Viertel nach Sieben treffen sich die 17 Teilnehmenden vor der Turnhalle Hüntwangen. Alle hochmotiviert und gespannt, was der Tag bringen wird. OK – Mitglied Luca lässt sich nicht in die Karten blicken, stellt aber beim Appell fest, dass noch ein Teilnehmer fehlt. Dieser meldet sich mittels halsbrecherischer Live- Videoschaltung von seinem E-Bike. Um 07.25 geht’s los, zu Fuss über den Stocken nach Wasterkingen.

Im Stübli 8197 erwartet uns ein herrliches Frühstücksbuffet, zubereitet vom Mitorganisator Sven. Mit Kaffee, Brot, Käse und Fleisch gestärkt, werden wir auf den Vorplatz gebeten. Die fehlenden Spiegeleier sind schon fast vergessen…

Wir sind auf der Turnfahrt und nicht auf Kaffeefahrt, daher werden wir nun zu einem Wettkampf gebeten. Sechs Gruppen werden ausgelost. Vom Potenzial her in der Favoritenrolle ist Team 1. Es hat jedoch den entscheidenden Nachteil immer zuerst starten zu müssen und so übernehmen die anderen Teams jeweils unverfroren ihre Tricks.

Erste Disziplin: Garetten-Geschicklichkeitsparcour. Positiv fällt der agile Garretten – Pilot der Gruppe zwei auf. Bestzeit verzeichnet die Gruppe 6.

Zweite Disziplin: Absägen eines Holzrugels mit genau 800g Gewicht. Jahrzehnte lange forstliche oder zimmermännische Erfahrung nützt genauso wenig wie akribische Berechnung, schon wieder triumphiert Gruppe 6. Diese wird geehrt und zum (vorläufigen) Tagessieger erkoren.

Die Organisatoren mahnen zum Aufbruch. So bewegt sich die Wandergruppe durch das malerische, aber regnerische Wasterkingen dem schönen Hüntwangen entgegen. Man ist sich nicht sicher, ob die irrtümliche Routenwahl von Wanderleiter Luca, fehlender Orientierung oder cleverer und bewusster Irreführung der Teilnehmenden zu Grunde liegt. Die Aufmüpfigen verweigern nasse Wiesenstreifen und folgen alternativen Routen. Schlussendlich treffen sich jedoch alle vor dem Weingut Neukom in Wil. Tony und Maya heissen uns willkommen und laden zur Degustation einer Auswahl ihres reichhaltigen Sortiments ein. Ihre interessanten Erläuterungen und der edle Wein führen unweigerlich zu einer Programmanpassung. Aus zeitlichen Gründen dürfen wir statt dem vorgesehenen Fussmarsch den Bus zum Bahnhof nehmen.

Wir lösen ein Billett mit dem Ziel Rümlang. Unserem Führungsduo folgend, sind wir gespannt, was der Tag noch bringt. Es wird gemunkelt, dass wir im Flip Lap landen könnten…. Ob es jedoch eine gute Idee ist, nach der Weindegustation Trampolin zu springen? Zudem knurrt manch einem der Magen. Schon weit über den Mittag und niemand macht Anstalten eine Mittagsrast einzulegen. Laufende Planung ist jedoch die Stärke der Organisatoren; wir erhalten die Frist von 20 Minuten, um unser Mittagessen im Restaurant eines Einkaufszentrums einzunehmen.

Die Zeitvorgaben weit verfehlt werden wir nun von Sven und Luca zu unserem Treffpunkt gebracht, dem Boda Borg. In unzähligen Räumen müssen verschiedene Herausforderung und Rätsel gelöst werden, dies in Teams von drei bis fünf Personen. Über Bauernhöfe, Geisterhäuser und Kriegsfeldern balancieren wir uns zwei Stunden durch die Anlage. Wer jeweils innert fünf Minuten die Aufgabe nicht meistert, wird emotionslos aus dem Raum entlassen. Psychisch klammert man sich an die Worte des Mitarbeiters während der Einführung: «Der durchschnittliche Gast scheitert an den meisten Herausforderung. Normalerweise werden während eines Besuchs nur wenige Aufgaben gelöst». Der Wettkampfinstinkt ist geweckt. Natürlich wollen wir besser sein als die anderen Besucher und natürlich insbesondere besser als die anderen Gruppen des Turnvereins. Erschöpft treten wir nach diesem coolen Erlebnis die Heimreise an. Wiederum eine organisatorische Meisterleistung, so sind wir just bei Einfahrt des Zuges auf dem Perron.

In Hüntwangen wird uns eine halbe Stunde genehmigt, um uns hübsch zu machen. Nicht wenige kehren im Dirndl oder in Lederhosen zum Treffpunkt zurück. Das Oktoberfest im Amphi bittet zum Tanz. Mit Freude treffen wir auf alte Kumpanen und lassen den Tag ausklingen. Bis – ohne Böses zu ahnen – das versammelte Turnfahrt OK einen in die Mangel nimmt: «Eh, wir brauche noch jemanden für den Turnfahrt- Bericht».

Am nächsten Morgen ist alles vergessen und ein leichter «Muskel»-Kater macht sich bemerkbar.

Besten Dank für den schönen Tag und die abwechslungsreiche Fahrt durch’s Unterland!

Für den Turnverein, Beat Hauser.